Steine

Im Gesamtprojekt der Klasse 3 geht es zwei Schuljahre lang um den geologischen Aufbau des Heuchelbergs, um unsere Sandsteinlandschaften, um die Funde im Trias, um die Sandsteinarchitektur in Heilbronn und um das Arbeiten am Stein.


Geschichten und Gedichte zu Steinen, Steinbilder und eine Stadt aus Steinhäusern. Man glaubt kaum, was Schule alles interessant macht.

„Da liegt er, ein wunderschöner Kieselstein. Er wurde von seinem Zuhause durch eine Welle an den Strand gespült. Nun fühlt er sich ganz allein und war traurig. Er schaute um sich und sah, dass hier alles anders ist als in seiner Heimat. Plötzlich sah er Steine, die genau so aussahen wie er. Doch was taten sie?“                   Fabian, Geschichte „Die Reise des Kieselsteins“

Im Juni wanderten Papas und Kinder zum Weißen Steinbruch, dem Balkon des Strombergs, um einen wunderbaren Blick auf den Heuchelberg zu genießen.




Eine Woche später besuchten wir auf unserem Schulausflug Heilbronn. Viele Gebäude kannten wir schon von Bildern, aber sie jetzt richtig zu sehen war toll. Das Heilbronner Rathaus, die Kilianskirche, die Nikolaikirche, der Hafenmarktsturm, alles Zeugen der Bedeutung des Sandsteins in unserer Gegend. Wo die Steine herkamen, sahen wir im Heilbronner Steinbruch in der Nähe des Jägerhauses.

„Dieser Mann war ein Wissenschaftler, er gab uns ein Blatt und zeigte uns mit einem echten Kompass, wo auf dem Blatt Stationen waren. Die erste Station war noch in den Weinbergen, da stand ein Berg mit viel Sand und ein paar Steinen, die kleinen Steine haben wir in eine kleine Tüte hineingegeben, dann gingen wir zu einer Station, die hieß Kühlschrank, es war im Wald. Wir haben Versuche mit Salzsäure gemacht.“                  Janine



Während der Projektwoche Ende Juni bearbeiteten wir 5 große Sandsteinblöcke. Nach einer Woche harter Arbeit standen ein Steinsofa, Palawersteine mit Sitzmulden und der „Stettener Durchblickstein“  im Schulhof. Wir haben gelernt, wie man Steine bearbeitet: Einerseits, wie schwer es ist, überhaupt etwas aus dem Stein herauszuschlagen und andererseits, wie leicht 
im Sandstein tolle Figuren entstehen.



„Um neun kam Ralph der Steinmetz und Ingrid die Weberin. Die Jungs und Frau Schnabel haben das Spinnennetz abgebaut. …….Dann haben wir ….“                  Fiona (so ganz nebenher haben wir auch noch unser Spinnennetz neu bewoben)

„Von Dienstag bis Donnerstag habe ich und Chris an unserem Sessel gearbeitet, oft ohne Pause bei diesem Wetter.“                  Fabian



Das Projekt Steine wurde in der vierten Klasse weitergeführt.

Seit Dezember beschäftigten wir uns mit dem Bilderbuch „Die Steinsuppe“. Wir schrieben unser eigenes Theaterstück. Nicht mehr der Fuchs, sondern eine arme Bettlerfamilie kam in das Dorf. Unser Ziel war, dass alle Kinder mitspielen können. So gab es ganz viele Rollen. Jedes Kind suchte sich eine Rolle, die ihm gefiel, aus. Jeder schrieb seinen eigenen Dialog.

Wir führten die Steinsuppe auf und alle Schulkinder schauten zu. Toll war, dass auch viele Eltern dabei waren. Wir bekamen viel Applaus. Die ganze Klasse hatte mitgemacht.

Am Tag zuvor kochten wir unsere eigene Steinsuppe. Jeder brachte etwas mit und gemeinsam ließen wir es uns schmecken.

 



Höhepunkt unseres Steinprojekts war unser Schullandheimaufenthalt in Mühlbach. Wir fuhren mit der Stadtbahn nach Eppingen und wanderten am Jägersee entlang zum Mühlbacher Steinbruch. Gleich am ersten Tag durften wir bei einer Sprengung zuschauen. Mann, war das laut, manche erschraken furchtbar, obwohl wir ja wussten, dass es gleich losgeht.
Zwei Tage lang durften wir gemeinsam mit Hans Weilguni kochen, Steine bearbeiten, den Steichbruch erkunden, Erinnerungen aus Holz herstellen und abends unser Schlaflager richten. Ein spannender Höhepunkt war die Nachtwanderung.
Am nächsten Morgen, nach einer Nacht mit Gewitter und Regen, hatte sich der Steinbruch in eine richtige Schlammlandschaft verwandelt. Zum Glück trocknete alles ganz schnell wieder, als die Sonne durch die Wolken kam und es doch noch ein schöner Sommertag wurde.
Abends besuchten uns unsere Eltern und mit einem gemütlichen Grillfest endete unser Schullandheim.