Waldtag

Lernen ist am schönsten an Ort und Stelle – das gilt vor allem für die Natur. Alle zwei Jahre wandern die Stettener Schulkinder deshalb alle gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und einigen Eltern in den Stettener Wald, so auch letzten Mittwoch.

Förster Jens Hey hatte gemeinsam mit Frau König und ihren MitarbeiterInnen vom Waldnetzwerk ein spannendes Programm geplant. Es gab zwei verschiedene Rundwege quer durch den Wald, die mit roten oder blauen Bändern markiert waren und auf denen die Kinder verschiedene Stationen zum Spielen, Forschen und Lernen fanden.

Die Erst- und Zweitklässler lernten Blätter und Zapfen zu unterscheiden und suchten gleiche Dinge im Wald. Sie durften eine Waldpostkarte gestalten und mit Spiegeln, geführt von einem Partner, das oberste Stockwerk des Waldes entdecken. Gefragt, was ihnen denn am besten gefallen habe, schrieben Kinder aus Klasse 2b :

„Mir hat Station B am besten gefallen, weil wir da 11 Tiere aus Holz suchen mussten. Wir haben irgendwie keinen Igel gefunden, aber zum Schluss hat ihn Mariella doch noch gefunden… Am Ende von Station B hat es mir am allerallerbesten gefallen, weil wir da Tierfelle und einen Rehskelettkopf anfassen durften, es war sehr interessant… Das Tierfell war so weich. Wir haben Waldsalat gespielt… Am Ende hat mir auch gefallen, dass es gute Würstchen gab…die haben gut geschmeckt…Es war lustig, es war cool und es war schön…Mir hat eigentlich alles gefallen. Das war der schönste Tag meines Lebens“.

Die Dritt- und Viertklässler hatten andere Stationen. Hanna und Laura aus der Klasse 4a berichten:

„…Wir sind von der Schule aus zum Parkplatz vor dem Wald gelaufen. Dort haben schon Förster und Försterinnen gewartet. Eine Försterin hat kurz den Ablauf erklärt.  Herr Hey, der Förster, hat uns erklärt, dass der Wald allen Bewohnern von Schwaigern, Stetten, Massenbach und Niederhofen gehört. Dann sind alle sieben Klassen los zu der ersten Station. Alle Klassen hatten eine andere Reihenfolge. Als erstes waren wir bei Herrn Heys Station. Er hat uns über seine Aufgaben berichtet. Er muss schauen, dass kein Baum zu alt wird und umknickt und Tiere, die zu viel sind, Jägern melden und jagen lassen. Er hat zwei Sprühdosen, eine rote und eine blaue. Mit Rot sprüht er Bäume an, die gefällt werden sollen. Mit Blau kennzeichnet er den Weg, den der Trecker fahren darf. Als zweites waren wir Waldbodentiere sammeln. Wir sollten etwas Laub nehmen und die Tiere, die dort sind, in Becherlupen tun.  Als drittes haben wir ein Spiel gemacht. Es waren Slacklines gespannt und wir mussten drüber laufen, weil eine Riesenspinne den Wald bewohnte und der Boden giftig war. Natürlich gab es keine Riesenspinne. Das war nur Spaß. Anschließend mussten wir durch ein mit Seilen gespanntes Spinnennetz klettern und niemand durfte die Seile berühren. Man musste durch die Löcher durch auf die andere Seite. Die kleinen, leichten Kinder wurden durch die oberen Löcher hindurchgeschoben. Als viertes machten wir eine Station ohne Förster. Frau Fürstenberger las uns eine Geschichte von zwei Schnecken vor. Von einer Schnecke mit Haus und von einer Nacktschnecke. Unsere Aufgabe war es, in zwei Gruppen eine Nacktschnecke und eine Schnecke mit Haus aus Waldbodenmaterial zu bauen. Die Jungs bauten die Nacktschnecke und wir Mädchen die Schnecke mit Haus. Als wir fertig waren, machte Frau Fürstenberger ein Bild von uns und der Schnecke. Dann sind wir wieder zum Parkplatz vor dem Wald gelaufen. Am Ende gab es noch Saitenwürstchen im Weck mit Ketchup und Senf. Zum Nachtisch teilte Frau Rotermund für jeden Gummibärchen aus. Es hat mir gut gefallen. Es war halt sehr heiß. So einen Waldtag soll man wieder machen.“

Diese Meinung teilen auch die Lehrerinnen und bedanken sich herzlich bei allen, die  diesen Tag organisiert, gestaltet und begleitet haben!